Teams bald separat von Microsoft und Office 365 erhältlich

Neue Preisgestaltung auch in der Schweiz

Nachdem die Europäische Kommission Bedenken in Zusammenhang mit der Kombinierung von Microsoft Teams mit den beiden Produkten Microsoft 365 und Office 365 für Geschäftskunden geäussert hat, wurde der Technologieanbieter nun aktiv und plant, ab 1. Oktober 2023 Teams in der EU und auch der Schweiz aus den beiden Microsoft Suites herauszulösen.

Zudem soll mit der Einführung des neuen Angebots auch eine Verbesserung der Interoperabilität zur Erleichterung der Integration von Drittanbietern wie Salesforce oder Zoom einhergehen. Diese Änderungen hat Microsoft am 31. August 2023 auf ihrem Blog veröffentlicht. (Hier geht es zum englischen Originalbeitrag mit den Details)

Was ändert sich für Geschäftskunden in der EU und in der Schweiz?

  1. Microsoft 365 und Office 365 werden ab Oktober ohne Teams und zu einem reduzierten Preis angeboten.
  2. Teams wird separat erhältlich sein.
  3. Unternehmenskunden, die bereits Microsoft 365 und/oder Office 365 abonniert haben, können entweder bei ihrem aktuellen Produkt bleiben oder zu einem neuen Angebot ohne Teams wechseln.

Die Preise:

Die Preise innerhalb der Europäischen Union werden bei etwa 6 € pro Monat liegen, also 72 € pro Jahr. Die Preise für die Schweiz sind noch nicht bekannt, werden sich aber nach den Preisen in der EU richten.

Was ist der Grund für diese Anpassungen?

Die Europäische Kommission führte zwei Kritikpunkte an den beiden Microsoft Suites an:

  1. Business-Kunden sollten nicht gezwungen sein, eine Business-Suite inklusive Teams zu kaufen, sondern sollten die Option haben, dieselbe Suite zu einem günstigeren Preis, aber ohne Teams, zu wählen.
  2. Bemängelt wurde auch die mangelnde Interoperabilität zwischen Kommunikations- und Kollaborationslösungen der Konkurrenz und den 365-Suites. Microsoft sollte die Integration solcher Konkurrenz-Lösungen erleichtern.

Der Standpunkt von Microsoft und die Historie von Teams

Microsoft nimmt die Kritikpunkte der Europäischen Kommission ernst und führt die Änderungen proaktiv ein. So demonstriert sie auf der einen Seite ihr grosses Engagement auf dem europäischen Markt. Auf der anderen Seite kommt aber auch dazu, dass Microsoft Integrationen von Drittlösungen in eigene Entwicklungen schon immer offen gegenüberstand. So ist die Entstehungsgeschichte von Microsoft Teams selbst eng mit der Integration und Entwicklung verschiedener bestehender und neuer Softwarekomponenten verbunden:

2007 erwirbt Microsoft «Tellme Networks» und entwickelt den sogenannten «Office Communications Server (OCS)». Im selben Jahr kauft Microsoft auch die Firma Parlano und mit ihr die Software «MindAlign», die eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung der Chat-Funktionen von Microsoft Teams spielte und dazu beitrug, Teams zu einer umfassenden Plattform für Teamzusammenarbeit zu machen. Auch die im weiteren Verlauf der Historie von Microsoft entwickelte und 2010 veröffentlichte Unified Communications Plattform Lync wurde erst durch die Integration der eingekauften Skype-Plattform zu Skype for Business. Im Laufe der Jahre entwickelte Microsoft zahlreiche weitere Funktionen und Integrationen und integrierte sie in Microsoft Teams, darunter beispielsweise SharePoint, OneDrive oder Power BI, um nur einige zu nennen.

Der führende Technologieanbieter ist sich also durchaus bewusst, dass eine gesunde Konkurrenz den Markt belebt und vorwärtsbringt und weiss die Vorteile von Softwareintegrationen für sich zu nutzen.

So ist es nicht erstaunlich, dass Microsoft auch neue Support-Ressourcen zur Verfügung stellen wird, die es den Entwicklern erleichtern sollen, die Interoperabilität mit den 365-Suites einzurichten. In Planung ist auch die Entwicklung von Mechanismen, die das Hosten von Office-Webanwendungen durch Drittanbieterlösungen ermöglichen sollen.

Sind die Bedenken damit ausgeräumt?

Microsoft betont in ihrer Ankündigung, dass die geplanten Änderungen nicht unbedingt alle Bedenken der EU-Kommission ausräumen werden. Das Unternehmen ist jedoch immer offen für weitere Anstösse und Feedback und kontinuierlich bemüht, Lösungen zu finden, die auch den Ansprüchen des europäischen Marktes gerecht werden und positive Auswirkungen sowohl für die Kunden als auch für die Entwickler mit sich bringen.

Als zertifizierter Partner von Microsoft und qualifizierter Anbieter von Managed Services in der Schweiz bieten wir unseren Kunden Unterstützung und Dienstleistungen mit sämtlichen Microsoft-Lösungen. Deshalb ist es uns auch wichtig, sie zeitnah über jegliche Änderungen der Technologie-Anbieter zu informieren.

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Timo Seltmann, Head IT Service Center

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